Projektreise 2017

Projektbericht 2017 von Martin Koch

Im April 2017 bin ich mit Tanja und unseren 2 ½ jährigen Zwillingen Shanti und Elea nach Bangalore gereist um unser Kinderheim zu besuchen. Wir sind wie immer sehr freudig und herzlich empfangen worden. All den Kindern geht es physisch und auch psychisch sehr gut. Die Mädchen wachsen und entwickeln sich, es ist grundsätzlich ruhiger geworden im Heim. Als wir ankommen, finden gerade noch die letzten Prüfungen vor den langen Ferien statt. Deshalb sind einige noch fest am lernen, die anderen geniessen es bereits, dass die strenge Prüfungszeit vorbei ist. Die Schule und speziell die Prüfungen haben einen sehr hohen Stellenwert und es wird viel Wert darauf gelegt, dass alle gut abschliessen.

Im Gespräch mit Monju, welche die Verantwortung im Heim hat und seit 2014 24/7 anwesend ist, bekomme ich ebenfalls einen sehr positiven Einblick ins Alltagsgeschehen. Sie erzählt von der strengen Prüfungszeit, in welcher sie die Mädchen oft auch zum lernen motivieren musste. Und auch von den anstehenden Ferien, auf welche sich allesamt sehr freuen. Monju wird für zwei Wochen zu ihren Eltern in den Norden Indiens fahren. Das ist die einzige Zeit im Jahr, welche sie nicht im Heim arbeitet. Auch einige der Kinder können in den Ferien für maximal 10 Tage nach Hause. Dies ist möglich bei den Mädchen welche Halb-Waisen sind und noch einen Elternteil haben. Levena, die Sozialarbeiterin welche das Projekt leitet, erzählt mir, dass diese Kurzurlaube ganz gut funktionieren und die Mädchen dann auch wieder gerne ins Heim zurückkommen. Die Diskrepanz des Lebensstandards ist natürlich enorm. Im Heim haben die Mädchen einen guten, fast schon westlichen Standard, ihre Herkunftsfamilien leben in bitterster Armut. Monju hat mir auch versichert, dass sie diese Arbeit gerne noch einige Jahre machen will, das Heim ist für sie wie eine Familie.

Am Tag nach unserem ersten Besuch im Heim sind wir von Levena und Newbegin noch zu ihnen nach Hause und ins Office, von welchem auch alle administrativen Arbeiten für Confidance laufen, eingeladen worden. Einmal mehr hat mich die professionelle Art und Weise wie sie das Heim führen überzeugt. Im Gespräch im Office kamen dann noch zwei finanzierungsanfragen, einerseits für einen Backup Stromgenerator, damit sie auch bei den regelmässigen Stromausfällen Strom haben. Und ausserdem haben sie angefragt, ob es möglich ist einen kleinen Bus zu finanzieren damit sie die Kinder selber zur Schule fahren können und auch in der Freizeit einfacher Ausflüge mit allen unternehmen können. Solche Entscheide fällen wir dann jeweils im Vorstand, zurück in der Schweiz und in aller Ruhe.

– Martin Koch –