Projektreise 2013

Martin Koch berichtet von seiner Projektreise 2013

Vor einem Jahr haben wir das Waisenhaus in Bangalore, welches seit Beginn unserer Idee von Confidance das grosse Ziel war, gegründet. Damals waren wir vor Ort als es losging, als die Kinder aus aller ärmlichsten Verhältnissen ausgesucht wurden und das Projekt startete.

Jetzt bin ich mit Tanja erneut nach Bangalore gereist um zu sehen wie das Projekt läuft und natürlich vor allem um zu sehen wie es den Kindern geht, wie sie sich entwickelt haben. Dass es den Kids gesundheitlich allen gut geht und dass das Projekt grundsätzlich läuft haben wir natürlich gewusst. Wir sind von der Schweiz aus mit den Sozialarbeitern vor Ort in regelmässigem Kontakt.

Im Anna & Confidance Childrens Home angekommen sind wir herzlichst empfangen worden. Die Kids haben sich sichtlich über den Besuch von „white Uncle and white Aunty“ gefreut. Sie haben gesungen und getanzt und wir konnten klar erkennen dass sie dies täglich tun. Als wir dann mit den Kindern ein wenig in Kontakt gekommen sind haben wir schnell bemerkt dass sich alle gut auf Englisch verständigen können. Davon sind wir richtiggehend überwältigt, konnten sich doch vor einem Jahr alle Kinder nur in ihrer eigenen, lokalen Sprache verständigen.

Der Alltag ist strukturiert, die Kinder haben sich an den Tagesablauf gewöhnt, sie haben gelernt auf ihre Hygiene zu achten, vor und nach dem Essen die Hände zu waschen, die Zähne zu putzen usw. Alles Dinge welche sie davor nicht, und wenn dann nur sporadisch kannten. Daher ist es ruhiger im Haus, zumindest wenn dies von den Erziehenden vor Ort verlangt wird. Wenn alle frei spielen dürfen geht die Post ab, so richtig…

Auch die Arbeit der Angestellten stimmt uns positiv. Der Umgang mit den Kindern ist herzlich und doch bestimmt, streng wenn es notwendig ist.

„Unsere“ Kinder besuchen die United International School. Das ist eine English Medium School, was bedeutet, dass die Schule Privat ist und alle Fächer in Englisch unterrichtet werden.

Wir geben, für indische Verhältnisse, relativ viel Geld für die Schulgebühren der Kinder aus. Dies weil wir der Überzeugung sind, dass eine gute Schulbildung kombiniert mit guter Gesundheit und einem wohlwollenden sozialen Umfeld das Fundament für eine positive Entwicklung der Kinder ist.

Tanja und ich haben die Schule besucht, welche wir bis dahin nur von Fotos und Prospekten gekannt haben. Nach einem Gespräch mit dem Chairman der Schule haben wir schliesslich die Bewilligung gekriegt sämtliche Räumlichkeiten zu besichtigen. Der Manager der Schule hat uns umhergeführt, Fragen beantwortet und die Unterrichtsmethoden sowie die Leitgedanken der Schule erläutert. Das Gebäude ist neu, es wurde vor einem Jahr fertiggestellt. Die Schulzimmer der Kindergartenklassen sind wunderschön gestaltet mit Märchenbildern an den Wänden. Die Zimmer ab dem First Standard sind sauber, geräumig und praktisch eingerichtet. Die Kinder werden alle mithilfe von smart class unterrichtet. Dies ist ein Comuterprogramm welches mit den Lehrmitteln abgestimmt ist. So haben die Lehrer die Möglichkeit, zu allen möglichen Themen Filme und Animationen als Erklärungshilfe beizuziehen. Also sehr fortschrittlich das ganze, zumindest ich habe in der Schweiz so etwas noch nie gesehen… Ausserdem ist an der Schule ein Sozialarbeiter beschäftigt welcher sich den Problemen und Themen der Kinder annimmt. Pro Klasse werden maximal 40 Kinder unterrichtet. Unser Eindruck von der Schule war durchaus positiv und die Kinder haben uns auch mehrmals gesagt, dass sie gerne zur Schule gehen. Ein super Zeichen…

So gehen wir nach Hause mit einem sehr guten Gefühl und mit der Überzeugung, dass sich die Kinder wohl fühlen und es ihnen allen gut geht.